Eröffnung des Zentrums für Digitalisierung im Landkreis Böblingen

DIZ 07.02.2019
Quelle: Landkreis Böblingen

Die Digitalisierung und der mit ihr im Zusammenhang stehende digitale Wandel ist eines der aktuell wichtigsten Themen für das Land Baden-Württemberg. Aus diesem Grund hat sich das Wirtschaftsministerium für die Einrichtung von zehn sogenannten regionalen Digital Hubs entschieden. Die erste offizielle Eröffnung eines solchen Zentrums für Digitalisierung ist am Montag, 4. Februar 2019, in Böblingen erfolgt.

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut war zur feierlichen Eröffnung in Böblingen und betonte den hohen Stellenwert des Projektes. „Ich freue mich, dass von der heutigen offiziellen Einweihung in Böblingen ein zusätzlicher Impuls für unsere regionalen Digital Hubs ausgeht. Unser klarer Anspruch ist es, dass Baden-Württemberg auch im digitalisierten Zeitalter führender Innovations- und Wirtschaftsstandort Europas bleibt. Das funktioniert jedoch nur, wenn auch unsere kleinen und mittleren Unternehmen hier Schritt halten. Mit dem regionalen Digital Hub unterstützen wir gezielt gerade diese Unternehmen bei digitalen Innovationen und bringen damit die Digitalisierung in der Region insgesamt voran“, so die Ministerin.

„Ich freue mich, dass der Digital Hub für Unternehmen aus der Region Stuttgart hier in Böblingen entstanden ist. Unser Zentrum für Digitalisierung (ZD.BB) ist ein wichtiges Element in unseren Anstrengungen, den Landkreis als Wirtschaftsstandort auf die Anforderungen der Digitalisierung vorzubereiten. Mit dem ZD.BB schaffen wir eine Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen“, erklärte Landrat Roland Bernhard in seiner Begrüßung die Bedeutung der Einrichtung.

Mit der Eröffnung geht auch die eigentliche Arbeit für Dr. Claus Hoffmann los, der Geschäftsführer des ZD.BB: „Die Aufbauarbeit der letzten Monate ist erfolgreich abgeschlossen. Ab sofort bieten wir kleinen und mittleren Unternehmen eine durchgehende Beratung und Betreuung für ihre digitalen Transformationsprozesse an. Ob sie nun am Anfang der Digitalisierung stehen, eine Analyse anfordern oder schon weiter bei der Entwicklung digitaler Lösungen sind – wir bieten Unterstützung aus einer Hand.“ Ein weiterer Schwerpunkt ist die Qualifizierung von Mitarbeitern, um in den Unternehmen fundiertes Wissen über Digitalisierungsprozesse aufzubauen.

Hochschul-Präsident Prof. Dr. Hendrik Brumme freute sich sehr darüber, dass das Herman Hollerith Zentrum, ein Lehr- und Forschungszentrum der Hochschule Reutlingen, nun ein Teil des Digital Hubs ist: „Die Hochschule Reutlingen hat sich 2013 mit der Einrichtung des Herman Hollerith Zentrums eine klare Ausrichtung hin zur Digitalisierung gegeben. Mit dem eingebunden sein in das Zentrum für Digitalisierung ist nun auf dem Weg dahin ein weiterer Meilenstein geschafft. Unsere Kernarbeit ist die Lehre und Forschung“, so Brumme weiter. „Mit dem Digital Hub haben wir nun die Möglichkeit, zusammen mit den Partnern, Synergien zu schaffen und das Thema der digitalen Transformation direkt mit Unternehmen umzusetzen. Denn wir beschäftigen uns am HHZ damit, wie it-gestützt geschäftsrelevante Strategien und Prozesse in der unternehmerischen Wertschöpfungskette substantiell unterstützt werden können. Das ZD.BB ist am HHZ ideal eingebunden in den akademischen Betrieb. Unternehmen erhalten hier somit Beratung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft.“

Innerhalb der Projektlaufzeit von drei Jahren sollen so 80 regionale Geschäftsmodellentwicklungen und fünf Startup-Gründungen im Landkreis und der Region begleitet werden. Grundsätzlich steht das ZD.BB allen kleinen und mittleren Unternehmen offen. Branchenschwerpunkte werden in den bedeutsamen Schlüsselindustrien Automobilbau, Informationstechnologien und wissensintensive Dienstleistungen, wie Forschung und Entwicklung, liegen. Nach Ablauf der drei Jahre soll das Zentrum im Regelbetrieb mit vier Mitarbeitern weiterlaufen und sich durch kostendeckende Einnahmen selbst tragen.

Quelle: Landkreis Böblingen