MINT-Bildung in Deutschland

DIZ 23.05.2018

Die Anzahl der Studienanfänger in MIN-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften) hat sich seit 2010 sehr positiv entwickelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochschul-Bildungs-Report 2020 des Stiftervebands, der in Zusammenarbeit mit McKinsey erarbeitet wurde.

Immer mehr MINT-Studierende 

Während im Basisjahr 2010 rund 74.900 Studierende ein Studium in einem MIN-Fach begannen, liegt die Anzahl aktuell bei rund 89.600 Studierenden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Studienanfänger noch einmal um knapp 2.400 Personen erhöht.
Auch die Anzahl der Studienanfänger in T-Fächern (Technik) spiegelt diese positive Entwicklung wider. In dem Jahr 2010 betrug die Anzahl der Studienanfänger in einem T-Fach rund 93.400 Personen. Aktuell liegt diese Zahl bei rund 107.400 Studierenden und ist entsprechend um knapp 14.000 Personen höher.

Mehr Absolventen in technischen Fächern als 2010

Während sich die Studienanfängerzahlen sowohl in den MIN- als auch in den T-Fächern positiv entwickelt haben, unterscheiden sich die Absolventenzahlen in den beiden Bereichen erheblich. In den MIN-Fächern hat sich die Anzahl der Erstabsolventen seit 2010 fast durchgängig verschlechtert. 2010 schlossen noch rund 48.600 Personen ihr Erststudium in einem MIN-Fach ab. Aktuell liegt die Zahl bei knapp 46.300 Personen. Erheblich verbessert hat sich hingegen die Zahl der Absolventen in den T-Fächern. Seit 2010 hat sich deren Zahl konstant gesteigert von rund 49.900 auf aktuell knapp 65.000 Personen. 

Frauenanteil weiterhin durchwachsen

Seit 2010 hat sich die Anzahl der Studentinnen in technischen Fächern weiter leicht erhöht, von 20,9% im Jahr 2010 auf 22,9% im Jahr 2015. Weniger positiv ist die Entwicklung in MIN-Studiengängen. Hier bleibt der Frauenanteil nahezu unverändert. Betrug der Anteil 2010 noch 37,2% liegt er jetzt bei 36,7%.

Quelle: Hochschul-Bildungs-Report 2020