Neuartige Holztrocknung unter Software-Einsatz

FORESDA 05.03.2019

Vor einigen Monaten haben wir bereits einen kleinen Einblick in die forstwirtschaftliche Fakultät der Universität Belgrad erhalten. Dieses Mal geht der Blick gezielt auf den FORESDA Piloten, der eine neuartige Methode der Holztrocknung testet.

Das FORESDA Projekt verbindet sowohl kollaborative wie auch praktische Pilot-Projekte unter einem Hut, um KMUs auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette unterstützend zur Seite zu stehen. Das serbische Pilotprojekt hat einen deutlich praktischen Bezug und verfolgt dabei das Konzept der oszillatorischen Trocknung.

Bis Ende letzten Jahres wurden an der forstwirtschaftlichen Fakultät der „University of Belgrade“ mehrfach oszillatorische Trocknungszyklen (v.a. für Buchenholz, 38mm) durchgeführt. Diese haben nach den durchgeführten Tests bezüglich Trocknungsqualität und/oder Trocknungsdauer bessere Ergebnisse als die konventionelle Holztrocknung aufgewiesen. Um die Ergebnisse aufbereiten zu können, wurde extra eine neue Software entwickelt, die die Messwerte der oszillatorischen Trocknung darstellen kann.

Neuere Trocknungstests haben auch Eichenholz mit in die Untersuchung einbezogen, um Vergleichswerte über mehrere Holzarten zu gewinnen. Der Pilot untersucht außerdem, wie sich die Methode z.B. auf über Jahrhunderte in Wasser gelagertes Holz auswirkt. Dafür wurden transnationale Kooperationen mit dem slowenischen und bulgarischen FORESDA-Partner geschlossen, um den Zugang zu diesen spezifischen Holzlagerstätten zu gewährleisten. Dieses Holz wird allein durch die untypische Lagerung als besonders wertvoll gehandelt, entsprechend relevant ist aber auch eine schonende Trocknung für die Weiterverarbeitung. 

FORESDA unterstützt Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft bei der Digitalisierung und wird im Rahmen des EU-Programms Interreg Danube gefördert. Das CyberForum hat dabei die Führung des Projekts inne. Das Projekt, das am 1. Januar 2017 begonnen hat, hat eine Laufzeit von 30 Monaten. Die Transnationale Strategie von FORESDA zielt auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen von Forst-basierten, branchenübergreifenden Wertschöpfungsketten. Dabei sollen die im Projekt identifizierten Anforderungen für eine Weiterentwicklung adressiert werden sowie Forschung, Entwicklung und Innovationen in den regionalen Innovationsystemen gesteigert werden.